BRNS wurde 2011 in Brüssel gegründet. Das Quartett benannte sich nach der Figur Brains aus der britischen Kultserie „Thunderbirds“. Im November 2014 veröffentlichten sie ihr Debüt-Album auch in Deutschland. Es wird kein gängiger Ohrwurm-Indie-Rock geboten. Die abwechslungsreichen Rhythmen, Breaks und verschiedenen Gesangsstrukturen sorgen eher für eine experimentelle Indie-Einlage, was sich nach ein- bis zweimaligem Reinhören sehen lässt und lohnen wird! Als wir dieses Jahr auf dem Maifeld-Derby zu Besuch waren, entschieden wir uns gegen Headliner Róisín Murphy, was keinesfalls bereut wurde. In dem kleinen, feinen und verruchten Brückenaward-Zelt tummelten sich doch noch erstaunlich viele Zuhörer, die den Auftritt – weit aus mehr als ich dachte – feierten. Zu Recht!


Wer Fan von The National ist, wird schon lange mitbekommen haben, dass Matt Berninger sich nebenher auch Solo mit Brent Knopf auf den Weg gemacht hat – EL VY heißt das neue Projekt . Als The National mit Menomena auf Tour waren, kristallisierte sich eine langjährige Freundschaft zwischen Berninger und Knopf heraus. Durch viele unvollständige, einzelne Ideen sammelte sich über die Jahre hinweg endlich genug an um bei Gelegenheit ein gemeinsames Album auf die Beine zu stellen. Return To The Moon heißt nun der Titel des Albums, dass am 30. Oktober dieses Jahres released wurde. Man erkennt natürlich relativ schnell, dass Berninger nicht einfach seinen musikalischen National-Hintergrund abstellen kann. Ob es an The National rankommt? Diese Frage steht natürlich nicht ansatzweise zur Debatte! Viele Elemente des Albums erinnern zwar sehr an The National – allerdings ist das Album eher poppiger ausgelegt und macht im Endeffekt einen hörbaren und passablen Eindruck.

http://www.dailymotion.com/video/x30rvvz_el-vy-return-to-the-moon-political-song-for-didi-bloome-to-sing-with-crescendo-lyric-video_music#.VlWYeeGV27A.wordpress


Und nochmal ein Herr, der sich nebenbei Solo auf den Weg macht und auch am 30. Oktober sein Debütalbum Many Moons veröffentlichte: Martin Courtney , Frontman der Band Real Estate. Hier sind die Ähnlichkeiten zu Real Estate allerdings erschreckend stark. Ob das Album jetzt unter dem Namen Real Estate oder Martin Courtney veröffentlicht wurde, bleibt sich eher gleich. Trotz allem sind es schöne folkige Songs für nebenbei – keine Meisterwerke, aber eben auch nichts Neues!

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Americana-atmosphärisch sind die Songs allesamt Spitzenklasse und gerade mit dem richtigen Maß an Hall ausgestattet, der die Sonne aufgehen lässt. Das Songwriting allerdings ist leider eher langweilig – und nicht nur, weil Courtney einmal zu oft von der Ödnis einer Flughafenbar und von endlosen Highways, von der Sehnsucht nach den Liebsten und dem faden Touralltag eines Musikers singt. Auch die Melodien und die Songstrukturen sind arg erwartungsgemäß. Das ist dann halt – trotz des historisch so liebevoll nachgestellten Sounddesigns – schnell ermüdend. (Musikexpress)